Mein Lebenslauf?

“Ich war nicht in Südostasien, den zweiten Weltkrieg habe ich nicht miterlebt, meine Familiengeschichte will ich nicht in die Welt posaunen, wie viele Schulterblätter, Bäuche und Köpfe ich jemals angefasst habe, in den Krankenhäusern, habe ich nie gezählt – die Dicken und Dünnen, die Ängstlichen und Kranken und die vor Kraft strotzenden – die sieben Jahre Hausmeisterdasein in Kreuzberg versteht auch niemand – kann also weg”

Albrecht Klink, geboren 1962 in Weil am Rhein, Deutschland.

Sein Urgroßvater Franz-Xaver war Steinmetz. Sein Großvater Wilhelm war Bildhauer und Kunstmaler. Er war ein Vertreter der berühmten Horber Bildhauerschule (Thieme-Becker, Leipzig 1927). Seine vorwiegend sakralen Arbeiten prägten die Kindheit und Jugend von Albrecht Klink.Sein Vater Josef führte den Beruf des Großvaters weiter und arbeitete dessen Wirken unsthistorisch auf. Von ihm erhielt Albrecht Klink eine fundierte handwerkliche Schulung.

Neben seiner Tätigkeit in der Medizintechnik erarbeitete Albrecht Klink sich auf der Grundlage der von seinem Vater erworbenen Kenntnissen umfassende Fähigkeiten im Modellieren, im Formbau und in Gusstechniken.

1993 gab er seine Arbeit im medizinischen Bereich auf und widmete sich ganz der Bildhauerei. In der Folge entstanden erste Kleinplastiken in Bronze und Steinguss. Dann folgte eine Serie von 30 Köpfen.

1997/1998, während eines einjährigen Aufenthaltes im Allgäu, widmete er seine Aufmerksamkeit dem Material, das ihn in seiner Kindheit und Jugend begleitete: dem Holz. Aus Holzstämmen entstanden die ersten 50 menschlichen Figuren zwischen 40 und 130 cm Höhe. Dabei verließ er die klassische Bearbeitungstechnik der Holzbildhauerei und entwickelte eine eigene Technik.

Bis heute spiegelt sich im Werk von Albrecht Klink die Vielfältigkeit menschlicher Existenz wider, er setzt dieses Thema figürlich, aber nicht naturalistisch um. Dabei arbeitet er nach wie vor mit Holz, das er zum Teil mit anderen Materialien verbindet, aber auch mit Tuff,  einem Stein vulkanischen Ursprungs.

Albrecht Klink arbeitet in Berlin und Bolsena/Italien.